Crete, Europe, Travel
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03032019: #PITSIDIA®

Kali spera!

It’s a bit funny how I find myself always writing hello in the language depending on the country, which the post will be about. So as you might guess after inserting a Lisbon-post I’ll come back to Greece again.

Mir ist gerade mal aufgefallen, dass ich die Begrüßung des Blogposts immer in der Sprache des jeweiligen Landes, um das es geht, schreibe. Also, wie ihr euch denken könnt, geht es heute mal wieder um Griechenland. 🙂

I have perviously been writing about Pitsidia on my blog (I guess even several times), which I love calling my second home. And still again each time I go there I want to share my latest impressions of the little village in the very South of the island Crete. Probably for me personally it is rather a feeling of home-coming when arriving there, but it’s also that very friendly and original atmosphere, also from an objective point of view. As if tourism still hasn’t arrived there, though it actually has the past years and Pitsidia turns out to become a villa district. For me it will always stand for home. The Kommos-Beach, the little market place, the morning walk to the bakery, the evenings sitting in front of the house wall with a wine at “The Old Man’s” and the coffees in Matala – simply home! I also wrote about this in one of my final works in journalism, and (I’m sorry) I’ll just insert an abstract at the end of this blogpost in German as I haven’t had the chance to hand in an English text and I want it to stay in its original form. Do you have any city or country that you like to call your second home though you haven’t got any physical relatives there? 🙂

Ich habe schon oft über Pitsidia geschrieben, was ich ja immer als meine zweite Heimat bezeichne. Und trotzdem teile ich gerne jedes Mal, wenn ich dort war, wieder meine neuen Eindrücke des im Süden von Kreta gelegenen Dorfes. Für mich persönlich ist es wahrscheinlich eher ein Gefühl des Heimkommens, wenn ich dort ankomme, dennoch ist es immer eine freundliche und ursprüngliche Atmosphäre, auch aus objektiver Sicht betrachtet. Als ob der Tourismus dort noch nicht richtig angekommen ist… wobei sich Pitsidia tatsächlich seit einiger Zeit in ein Luxus-Villenviertel verwandelt. Ich werde Pitsidia allerdings immer als Heimat sehen. Dazu gehören der Komo-Strand, der kleine Marktplatz, die Abende mit einem Glas Wein an der Hauswand “Beim alten Herrn” und die entspannten Nachmittage in Matala – einfach zu Hause! Über dieses Zuhause habe ich tatsächlich auch in einer meiner Abschlussarbeiten geschrieben und möchte am Ende dieses Blogposts einen Teil mit Euch teilen. Privilege für alle Deutschen Leser, da ich den Part nicht auf Englisch übersetzen werde. 🙂 Habt ihr eigentlich auch einen Ort, an dem ihr euch zu Hause fühlt, obwohl es faktisch betrachtet überhaupt nicht euer Zuhause ist? 🙂 

Would you go there or are you rather the person who loves the hustle and bustle on holiday? 🙂

Würdet ihr eher nach Pitsidia reisen oder doch lieber im Trubel von Malia sein? 🙂

Kisses, Josi ❤

PS: And here as previously promised the abstract of my final work in the subject journalism. I focussed on the feeling that Pitsidia has.

PS: Hier noch wie versprochen ein Auszug meiner Abschlussarbeit im Fach Journalismus. Ich habe vor allem versucht, das Gefühl von Pitsidia zu vermitteln.

“Die Äste der Tamarisken wehen im Wind. Eine Welle nach der anderen bricht auf die Steine am Kómmos Strand und erzeugt ein beruhigendes Rauschen. Im Sommer ist es hier immer windig. Ohne den Wind wäre es aber auch kaum auszuhalten, denn die Sonne gibt alles.” 

Ich binde mir meine Turnschuhe zu, rufe „Kali mera!“ zu Elvira, füttere die Katzen und laufe los. Guten Morgen Pitsídia, denke ich, als ich am Ortsschild vorbei jogge und auf die Straße Richtung Strand abbiege. Die Grillen zirpen so laut wie eine befahrene Autobahn in Deutschland. In den umgebenden Bergen bellen Hunde. Ich schaue mich um. Eine weitere Joggerin ist schon unterwegs. Ansonsten bin ich alleine. Ich laufe auf die circa zwei Kilometer entfernte Bucht zu. Vor mir erscheint Paximadia, oder auch: Die Insel meiner Kindheit. Auf halber Strecke treffe ich Axel. Er ist gerade, wie jeden Morgen, auf dem Weg  zum Strand. Das Gefühl, morgens früh allein am Strand zu sein und den Wellen zuzuhören, fasziniert ihn. Genauso, wie die Ursprünglichkeit Pitsídias. Seit 1973 kommt Axel immer wieder nach Kreta, bis er sich 1999 zusammen mit seiner jetzigen Frau entschied, zu bleiben und ein eigenes Schmucklabel zu gründen.

[…]

Abends sitzt Axel gerne in dieser einen Bar auf Pitsídias Marktplatz, die auf der linken Straßenseite an einer alten Hauswand zu finden ist. Im Gegensatz zu den eher touristisch aufgemachten Nachbarlokalen hat diese Bar keinen Namen. Deshalb ist sie bei vielen unter dem Namen „Beim alten Herrn“ bekannt. An der Hauswand stehen neun der typischen blauen Kafenionstühle und ein paar alte Holztische. „Beim alten Herrn“ gehört auch zu meinen Lieblingsanlaufstellen in Pitsídia. Hier hat sich einfach nichts verändert. Die Zeit ist stehen geblieben. Und das seit 20 Jahren. Am Nachbartisch spielen zwei ältere Griechen Backgammon. Der eine hält ein Komboloi in der Hand und wirft die Kette Perle für Perle im Kreis. Der andere schlürft an seinem Mokka. Den gibt es nämlich nur noch hier. „Beim alten Herrn“ ist die letzte Bar, in welcher der original griechische Mokka auf der Karte noch nicht durch Latte Macchiato ersetzt wurde. Der Besitzer, also „Der alte Herr“ und seine Frau kennen mich schon seit meinem dritten Lebensjahr. Ich kann mich daran natürlich nicht erinnern, die beiden schon. Immer wieder schaut sie mich an und sagt mir mit einem Lächeln im Gesicht etwas auf Griechisch. Ich verstehe tendenziell gar nichts, lächele aber und nicke ihr zu. Vermutlich habe ich mit der Bestellung meines Weißweins nicht nur Verwunderung, sondern auch einen Hauch Nostalgie in ihr erweckt. „Wie die Zeit vergeht“, muss sie in etwa gesagt haben. Ich erfahre von Axel, dass „Beim alten Herrn“ diesen Winter schließt. Er scheint ziemlich traurig darüber zu sein, denn die Schließung bedeutet nicht nur eine Umstellung auf Latte Macchiato, sondern auch einen weiteren Schritt weg von Griechenlands Kultur und hin zum modernen Tourismus. 

[…]

Die Sonne scheint mir ins Gesicht. Ich löse mich von der Aussicht auf Paximadia, kehre um und laufe zurück. Schließlich wartet man ja am Frühstückstisch auf mich. Ich bringe noch Brot von Zouridakis mit und pflücke mir ein paar Blüten der traumhaften Bougainvillea. Ob ich eines Tages auch in Pitsídia leben werde? Wer weiß das schon? Ich selbst jedenfalls nicht…

5 Comments

  1. Wundervolle Eindrücke! Meine Schwiegermutter ist vor über 10 Jahren nach Griechenland ausgewandert und schmeißt seit dem mit ihrem Freund eine Strandbar. Aber ganz entspannt, es ist eher wie unsere Ostsee nur für die Griechen. Kein Massentourismus sondern noch ganz ursprünglich, da fahren wir in diesem Jahr auch mal wieder hin 🙂

    Liebe Grüße, Mona

    Liked by 1 person

  2. Kekafi says

    In my mind I was jogging to the beach with you 🏃🏽‍♀️🌞

    🍉🍉🍉🍉🥒🍅🌶🍆🍷🍇🍉🍉🍉🍉…. and thinking to these typical greek thinks

    Your pictures are so nice, thanks💞

    Liked by 1 person

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